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Historische Geigen im Vermögensstock der Schwiering Stiftung – Schwiering Stiftung

Historische Geigen im Vermögensstock der Schwiering Stiftung

Historische Geigen im Vermögensstock der Schwiering Stiftung

Rosemarie Schwiering brachte in den Vermögensstock der Schwiering Stiftung vier Geigen aus ihrem Familienbesitz ein. 

Sie war in erster Ehe mit dem Arzt Dr. Hans-Georg Ruf verheiratet, der zudem ein begnadeter Geiger war und sogar zu mehreren Meisterkursen eingeladen wurde. Rosemarie erkannte bereits sehr früh historische Geigen als Vermögensanlage und investierte bereits in den 1970er Jahren in solche Instrumente.

Rosemarie übereignete diese vier Instrumente der von ihr und ihrem zweiten Ehemann gegründeten Schwiering Stiftung. Dabei verfügte sie zunächst den Verkauf dieser historischen Instrumente zugunsten des Vermögensstocks der Stiftung. Bei der konstituierenden Vorstandssitzung am 4. September 2019, der ersten und einzigen Vorstandssitzung mit Rosemaries Präsenz, ließ sie sich davon überzeugen, diese Geigen physisch im Vermögensstock zu belassen. Allerdings sollte der Vorstand dafür Sorge tragen, dass diese überaus wertvollen Instrumente von sehr guten Geigern bespielt werden.

Dieses Postulat hat der Vorstand umzusetzen versucht, indem er eine Kooperation mit der Philharmonie Luxembourg eingegangen ist und dem Orchester Philharmonic Luxembourg (OPL) alle vier Instrumente auf der Grundlage eines Übergabevertrages unentgeltlich zur Verfügung stellte.


Guanerius filius Andreae

Die Meistergeige von Joseph Guanerius filius Andrae

Diese italienische Geige mit Originalzettel von Joseph Guanerius filius Andrae mit dem sub titulo Sanctae Terese wurde wohl 1711 in Cremona von Guaneri in Cremona, Italien, gebaut.

Sie ist die wertvollste Geige im Besitz der Stiftung. Ihre Authentizität wird durch mehrere Zertifikate attestiert, darunter Hill & Son in London.

Zudem wird diese Geige in dem Referenz-Nachschlagewerk von Lütgendorf „Die Geigen- und Lautenmacher“ Band 1, Auflage 1913 detailliert beschrieben.

Diese Meistergeige haben die Philharmonie und das philharmonische Orchester Luxembourg Herrn Semion Gavrikov, Mitglied des OPL, als Leihgabe zur Verfügung gestellt.


Gagliano

Die Meistergeige von Gennaro Gagliano

Hierbei handelt es sich um eine Meistergeige des italienischen Geigenbauers Gennaro Gagliano, der das Instrument mit der Bezeichnung Juanuarius Gagliano um 1750 in Neapel gebaut hat.

Die Originalität dieser Geige wird belegt durch verschiedene Testate, wie William Lewis & Son, Chicago aus 1964, Kenneth Warre & Son, Chicago aus 1997.

Diese Meistergeige wurde Herrn Fabian Perdichizzi  vom OPL als Leihgabe anvertraut. 


Panormo

Die Meistergeige von Vincenzo Trusiano und Joseph Panormo

Diese Geige ist wohl in dem   Londoner Atelier von Vincenzo Trusiano Panormo um 1800 entstanden, in dem auch  Sohn Joseph mitarbeitete, und  sie wird daher beiden zugeschrieben.

Die Originalität wird belegt durch Testate von Machold, Rare Violins, Bremen,  2004 und von Florian Leonhard, Fine Violins, London, 2022.

Derzeit steht diese Geige dem Mitglied der Luxembourg Philharmonic Academy, Frau Phoebe Rousochatzki als Leihgabe zur Verfügung.


Michael Strobl

Die Meistergeige von Michael Strobl, geb. 1867, mit Zettel               

Michael Strobl/Berlin/fecit anno 1948

Er war Schüler der Mittenwalder Geigenmacherschule und arbeitete jahrelang bei J.J.Held in Bonn-Beuel, verdingte sich dann in verschiedenen Städten als Gehilfe und machte sich schließlich 1894 in Berlin selbständig.

Er gilt als geschickter Geigenbaumeister, dessen Geigen bei einem Geigenwettstreit in Paris als die am besten klingenden deutschen Instrumente bezeichnet wurden.

Derzeit bespielt dieses Instrument Frau Clara Szu-Yu Lin, Mitglied der Luxembourg Philharmonic Academy.


Semion Gavrikov, Hartmut Schwiering, Fabian Perdichizzi
Andreas Heinzmann, Phoebe Rousochatzki, Hartmut Schwiering, Clara Szu-Yu Lin, Patrick Coljon